Herning

Dänemarkfahrt 15.10. – 18.10.2004

Nachdem wir am Freitag morgen alle pünktlich um 0.15 Uhr auf dem Beda-Platz waren, konnten wir alle notwendigen Sachen im Bus verstauen. Gegen 0.30 Uhr hatte sich jeder einen Platz im Bus gesucht und wir konnten nach einigen Diskussionen starten. Kurzes Winken zu den Eltern und ab ging’s in Richtung Dänemark. Vorbei an Prüm, Euskirchen, Leverkusen, Hagen, Unna, Münster, Bremen und Hamburg. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt durch den langen Elbtunnel. Die erste Zigaretten- und Pinkelpause wurde nach einer ca. 4-Stündigen Busfahrt eingelegt. Einige Köpfe qualmten wie ein Schornstein, da der Bus ein Nichtraucherbus war. Nach 2-3 Lungenbrötchen ging die Fahrt weiter nach Flensburg. Gegen 9 Uhr erreichten wir unser erstes Etappenziel. Zusammen gingen wir in Richtung Innenstadt und frühstückten gemeinsam bei Mc Donalds. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Hamburger, Chicken Mc Nuggets, Ham und Eg oder einfach nur einem Kaffee, sind wir ausgeschwärmt um die Innenstadt unsicher zu machen. Einige gingen Bummeln, die anderen schauten sich im Hafen um, andere suchten sich ein schönes Lokal mit einem schönen „Hänschen“ (Toilette) um ihre Notdurft zu verrichten. Wir trafen uns um 13 Uhr wieder beim Bus und nahem unsere Fahrt wieder auf in Richtung Herning. Nach ca. 15 Minuten Busfahrt hatten wir dänischen Boden unter den Rädern. Den Rest der Zeit bis zum Treffpunkt mit Tove und Aage vertrieben wir uns mit einem Video. Gegen 15.30 Uhr trafen wir auf dem Treffpunkt ein und wurden von Tove und Aage herzlichst in die Arme geschlossen und begrüßt. Danach ging es weiter zur Besichtigung eines stillgelegten Bergbaugeländes. Mit dem Bus erkundeten wir das gesamte Gelände und erhielten sehr interessante Informationen über den Kohleabbau von früher. Zwischendurch erklimmten wir einen der wenigen Berge in Dänemark (ca. 70 m). Von dort hatten wir einen sehr schönen Ausblick auf das gesamte Abbaugebiet. Nach einem Umtrunk auf dem „hohen“ Berg (dank Ina und Eric) begann der fünf minütige Abstieg. Mit total verdreckten Schuhen und Geschrei vom Busfahrer stiegen wir wieder in den Bus und fuhren ins Volkstänzerhaus, wo schon einige Gasteltern sehnsüchtig auf ihre neue Familie warteten. Nach einem herzlichen Willkommen der anwesenden stärkten wir uns mit einer dänischen Limonade, Cola oder mit einem dänischen Bier. Dann ging’s ums aufteilen in die Gastfamilien. Jeder wurde einer Familie zugewiesen und der Stress begann das Gepäck aus dem Bus in die Autos zu verstauen. Diese Aufgabe war nicht für jeden leicht, da einige Mädels meinten wir bleiben ne ganze Woche (nach der Größe der Koffer und Taschen). Im Anschluss an die schwere Arbeit nahmen wir gemeinsam das Abendessen ein und verbrachten einige Stunden im Volkstänzerhaus, mit Tanz und Musik.

Nachdem Essen und dem obligatorischen Kaffee trinken kam die Frage was nun. Einige wollten sich in einer Diskothek treffen, die scheiterte aber, das man 21 Jahre sein muss um eine Disko besuchen zu können. Nachdem wir einen „Babysitter“ mit Namen Benny gefunden haben trafen sich einige nach einer Dusche wieder im Volkstänzerhaus und salutierten auf Kommando. Andere verbrachten den Abend bei der Gastfamilie und plauderten oder spielten die halbe Nacht das Spiel Europa.

Nach einigen wenigen Stunden Schlaf und einem Frühstück bei den Gasteltern trafen wir uns um 9.30 Uhr am Samstag morgen in Tracht um die ersten Auftritte zu machen. Vom Treffpunkt fuhren wir ca. 15 Minuten zu unserem ersten Auftritt ins Herning Center, eine große Einkaufpassage mit vielen kleinen und großen Geschäften. Nach der Aufstellung der Gruppen aus Schweden, Norwegen, Dänemark und Deutschland

machten wir einen kleinen Umzug durch das Einkaufszentrum zum Platz wo wir tanzen sollten. Alle Gruppen zeigten ein 10 minütiges Programm. Wir tanzten den Biertanz, Rüpeltanz und Albachtaler. Nach dem Tanzen hatten wir noch etwas Zeit um unsere dänischen Kronen in Klamotten oder sonstigen Kram umzusetzen.

Anschließend ging’s wieder in den Bus um zur Fußgängerzone zu fahren, wo wir unsere nächsten Auftritte hatten. Gemeinsam mit allen anderen Gruppen ging es mit einem Umzug zu einem großen Platz in der Innenstadt von Herning. Dort wurde wieder getanzt. Wir zeigten bei diesem Auftritt den Blumenmazurka und die Kleine Liebe. Am Ende des Auftritts gab es noch die Möglichkeit eine Toilette aufzusuchen

und dann ging’s weiter durch die City. Unterwegs tanzten wir dann noch den Kuckuckswalzer, bevor wir dann zum letzen Auftritt am Samstag vormittag gingen, ins Textilmuseum. Dort angekommen tanzte jede Gruppe noch einmal ca. 10 Minuten. Unser Auftritt bestand aus Eifelpolka, Windmüller und Kuckuckswalzer. Nach dem letzen Auftritt meldete sich langsam der Magen und einige wollten zur vorher gesichteten Frittenbude. Begleitet von unserem Mann für alle Fälle (Benny) gingen einige zu einer in der Nähe gelegenen Frittenbude. Nach der Bestellung hieß es frieren bis das Essen kam und noch länger, denn wir saßen draußen um das Essen in den Magen zu schieben. Endlich genug gefroren ging’s wieder zum Bus um eine Stadtbesichtigung zu machen. Währen der Stadtbesichtung gab’s im Bus einen Umtrunk. Dänisches Bier und alkoholfreie Getränke brachten die Dänen mit an Bord um unsere Kehlen zu befeuchten. Nach einigen Sehenswürdigkeiten ging es zu einem Museum. Dort stiegen wir aus dem Bus und gingen in ein Bauwerk, in dem das Echo simuliert wurde. Jeder brüllte und rief was das Zeug hielt um das Bauwerk auf seine Tauglichkeit zu überprüfen. Nach dem einige den Hals vor lauter Schrein weh hatten ging es zurück zum Volkstänzerhaus um, na was wohl, Richtig Kaffee zu trinken. Bei Kaffee und Kuchen wurden die ersten Erfahrungen der Leute ausgetauscht. Nach dem Kaffee trinken ging’s mit den Gasteltern nach Hause. Einige nutzten die wenige Zeit um eine Runde zu schlafen, oder duschen zu gehen, oder mit den Gasteltern zu den während der Stadtrundfahrt gesehenen Sehenswürdigkeiten näher unter die Lupe zu nehmen.

Um 18 Uhr trafen wir uns wieder in einer Turnhalle um mit allen Gruppen den 50. Geburtstag mit der dänischen Gruppe zu feiern. Nach einigen Gratulationsreden und einem ausgiebigen Essen, welches zwischendurch mit etwas Singen aufgelockert wurde stellten alle Gruppen ihr Können nochmals unter Beweis. Wir zeigten die Eifelpolka und den Kuckuckswalzer. Nachdem wir unsere Vorführtänze gezeigt hatten tanzten wir noch die Doupleska-Polka und den Klapptanz mit dem Publikum, genau wie alle anderen Gruppen Publikumstänze machten. Nach dem offiziellen Teil des Abends tanzten alle im Saal befindlichen Leute gemeinsam einen Tanz. Der Abend klang bei Tanz und Musik und einer Flasche Wein oder Bier langsam aus. Gegen 1 Uhr in der Nacht fuhren alle nach Hause. Viele fielen total erschöpft ins Bett, andere mussten noch ne Flasche Bier trinken.

Am Sonntag morgen trafen wir uns um 10 Uhr bei dem Volkstanzhaus um uns bei der Gruppe zu bedanken und die Heimreise anzutreten. Nach dem sich alle bedankt und verabschiedet hatten, hieß es aufsitzen um nach Hause zu fahren. Mit Winken und so mancher Träne in den Augen schlossen sich die Bustüren und es ging los in Richtung Deutschland.

Unser erstes Ziel hieß Travemünde, wo wir gegen 14.45 Uhr waren. Dort hatte jeder Zeit bis 17.30 Uhr sich den Strand oder die Stadt anzusehen. Einige machten erst mal Stop bei einer Fressbude und aßen in einem Strandkorb, mit Sicht aufs Wasser, wo einige Riesenschiffe ein- bzw. ausliefen. Danach ging es an den Strand, wo wir den Rest der Zeit verbrachten. Nach dem wir wieder im Bus waren ging es weiter in Richtung Lübeck. Die erste Anlaufstation in Lübeck hieß Holsten-Tor. Nach einem Gruppenfoto vor dem Holsten-Tor ging es auf die Suche nach einem Lokal mit Schiffen an der Decke um einen gemeinsamen Abschlußtrink zu nehmen. Nach einem kleinen Umweg fanden wir endlich dank unserer Stadtführerin dieses Lokal. Den Rest der Zeit konnte wieder jeder für sich in der Stadt verbringen. Manche stärkten sich zum Ende des Aufenthalts bei Mc Donalds oder im Kochlöffel. Gegen 21 Uhr ging es dann weiter in Richtung Bitburg.

Gegen 0.30 Uhr machten wir die letzte Rast vor Bitburg. Nachdem wir unseren Frondienst im Bus abgeleistet hatten ging es auf die letzte Etappe. Gegen 3.30 Uhr kamen wir wieder in Bitburg an.

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